Lizenzierte Online-Casinos in der Schweiz: Was die zehn ESBK-Anbieter unterscheidet
Wer in der Schweiz online um Geld spielen will, hat genau zehn seriöse Adressen. Keine ausländische Marke, kein Anbieter ohne Schweizer Konzession, keine Hintertür über eine Curaçao-Lizenz. Das Geldspielgesetz (BGS) macht das seit dem 1. Januar 2019 unmissverständlich klar: Nur ein landbasiertes Casino mit eidgenössischer Konzession darf auch ein Online-Casino betreiben, und zwar als Erweiterung dieser Konzession. Die Aufsicht führt die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK). Wer bei einem anderen Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Schutz, auf eigenes Risiko und mit steuerpflichtigen Gewinnen ab dem ersten Franken.

Die Auswahl unter den zehn Anbietern fühlt sich trotzdem gross an. Jeder hat ein anderes landbasiertes Mutterhaus, ein anderes Startdatum, ein anderes Bonusmodell und andere Limits. Genau hier setzt diese Übersicht an: nicht um Anbieter zu empfehlen, sondern um die Unterschiede sichtbar zu machen, die zwischen zwei ESBK-lizenzierten Marken tatsächlich bestehen.
Datenstand: 30 September 2026; geprüft gegen die ESBK-Liste der konzessionierten Online-Casinos.
Inhaltsverzeichnis
- Spielerschutz und Spielsperre: Was jede Lizenz mit sich bringt
- Die zehn ESBK-lizenzierten Anbieter im Vergleich
- Funktionsweise lizenzierter Online-Casinos in der Schweiz
- Rechtslage: Was ESBK-Konzession und Geldspielgesetz bedeuten
- Was die Umsatzbedingungen konkret bedeuten
- Der Standortvorteil: Warum die ESBK-Lizenz zählt
- Detailbetrachtungen: Was die einzelnen Anbieter auszeichnet
- Ausblick: Was sich im Markt verändert hat und ändern wird
- Häufig gestellte Fragen
Spielerschutz und Spielsperre: Was jede Lizenz mit sich bringt
Wer in einem ESBK-lizenzierten Online-Casino spielt, betritt ein System mit festen Schutzmechanismen. Das ist der wichtigste Unterschied zu ausländischen Angeboten, und es betrifft nicht nur die Werbung oder die Bonusbedingungen, sondern jeden einzelnen Klick auf «Einzahlen».

Die Spielsperre ist das schärfste Instrument. Wer sie einmal beantragt – freiwillig oder angeordnet –, ist aus allen konzessionierten Spielbanken in der Schweiz und seit dem 7. Januar 2025 auch im Fürstentum Liechtenstein ausgesperrt. Jackpots formuliert das auf der eigenen Seite ungewöhnlich klar: Eine dort beantragte Sperre gilt für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der ganzen Schweiz und in Liechtenstein. Wer also glaubt, mit einer Sperre bei einem Anbieter bloss diesen einen aussperren zu können, irrt sich. Das System ist vernetzt. Die Aufhebung einer freiwilligen Sperre ist frühestens nach drei Monaten möglich, und nur, wenn der Sperrgrund nicht mehr besteht.
Daneben gibt es die Einzahlungs-, Verlust- und Sitzungslimits, die jeder Spieler selbst setzen kann. Bei Jackpots lässt sich beispielsweise ein wöchentliches Einzahlungslimit von CHF 50.- festlegen, bei Mycasino reicht das Spektrum von Einzahlungs- und Verlustlimiten über Erinnerungsfunktionen zur Reduktion der Spielzeit bis zu einem Selbsttest. Diese Werkzeuge sind nicht optional, sie sind Teil des Sozialkonzepts, das jeder Anbieter der ESBK vorlegen muss. Werbung darf nicht obtrusiv oder irreführend sein, sie darf keine Minderjährigen oder gesperrten Personen ansprechen (Art. 74 BGS), und für unlizenzierte Spiele darf gar nicht geworben werden.
Ein weiterer Punkt, der in der Praxis selten erwähnt wird: Bei häufigem Spiel oder hohen Einsätzen müssen Anbieter einen Nachweis der finanziellen Verhältnisse verlangen. Spielerschutz.swisscasinos.ch formuliert es so, dass Swiss Casinos von Spielerinnen und Spielern, die häufig oder mit hohen Einsätzen spielen, einen Nachweis der finanziellen Verhältnisse einfordern; ohne Unterlagen oder bei unzureichenden finanziellen Verhältnissen wird die Person gesperrt. Das ist kein Bonus-Versprechen, das ist eine harte Eingriffsbefugnis.
Wer eine freiwillige Spielsperre beantragen will, muss sich identifizieren. Anonym spielen ist bei keinem der zehn Anbieter möglich. Mycasino verlangt für die Sperre etwa eine Kopie eines gültigen amtlichen Ausweisdokuments, also Pass, Identitätskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder Führerausweis. Diese vollständige Identitätsprüfung ist Pflicht, nicht Kür. Wer sie umgehen will, landet automatisch bei einem nicht-konzessionierten Anbieter und damit ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens.
Spielpausen und Selbsttest
Neben der harten Spielsperre gibt es weichere Stufen. Bei Jackpots lässt sich eine Spielpause zwischen 15 Minuten und maximal 6 Monaten festlegen, wahlweise für alle Angebote oder nur für ausgewählte Spielkategorien. Das ist eine deutlich niedrigerschwellige Massnahme als die Spielsperre und für Spieler gedacht, die ihre Aktivität kurzfristig einschränken wollen, ohne sich komplett auszusperren.
Der Selbsttest, den Mycasino anbietet, funktioniert ähnlich: Er liefert keine Diagnose, aber eine Einschätzung des eigenen Spielverhaltens, oft als Grundlage für die Entscheidung, ob man weiter spielen, eine Pause einlegen oder eine Sperre beantragen will.
Werbung und Sozialkonzept
Das Sozialkonzept ist nicht nur eine Sammlung von Tools, sondern ein von der ESBK geprüftes Dokument. Es beschreibt, wie der Anbieter gefährdete Spieler erkennt, wie er mit ihnen umgeht, und welche Schulungen das Personal durchläuft. Verstösse gegen das Sozialkonzept können zu Sanktionen bis hin zum Entzug der Konzession führen, was die Ernsthaftigkeit des Systems unterstreicht.
Die zehn ESBK-lizenzierten Anbieter im Vergleich
Was auf den ersten Blick wie eine einheitliche Gruppe wirkt – alle ESBK, alle CHF, alle Schweizer Server –, zerfällt bei näherer Betrachtung in zehn eigenständige Profile. Hinter jeder Online-Marke steht ein landbasiertes Mutterhaus, das Startdatum variiert um mehrere Jahre, das Spielangebot reicht von rund 2’500 bis über 3’000 Titeln, und die Bonusmodelle unterscheiden sich teils erheblich.
| Anbieter | Landbasiertes Casino | Online seit | Spielerschutz im Profil |
|---|---|---|---|
| Pasino | Casino Meyrin | 16.11.2020 | ESBK-konzessioniert |
| Casino777 | Casino Davos | 09.09.2019 | ESBK-konzessioniert |
| 7melons | Grand Casino Bern | 15.09.2020 | ESBK-konzessioniert |
| Mycasino | Grand Casino Luzern | 22.08.2019 | ESBK-konzessioniert |
| Swiss4Win | Casino Lugano | 01.03.2021 | ESBK-konzessioniert |
| Admiral | Casino Mendrisio | 16.07.2025 | ESBK-konzessioniert |
| Casineo | Casino Locarno | 17.03.2026 | ESBK-konzessioniert |
| Jackpots | Grand Casino Baden | 05.07.2019 | ESBK-konzessioniert |
| Swisscasinos | Casino Pfäffikon | 02.09.2019 | ESBK-konzessioniert |
| StarVegas | Casino Interlaken | 24.02.2020 | ESBK-konzessioniert |
Was die Tabelle nicht zeigt: Die Online-Präsenz datiert zwischen Juli 2019 und März 2026. Jackpots gehört zu den Pionieren, Casineo ist die jüngste Erweiterung. Beim Spielerschutz sind alle zehn gleichermassen an das ESBK-Regime gebunden, die konkrete Umsetzung – welche Tools wie prominent platziert werden, wie leicht die Spielsperre zu finden ist, wie das Personal geschult wird – variiert aber von Anbieter zu Anbieter.
Funktionsweise lizenzierter Online-Casinos in der Schweiz
Ein ESBK-lizenziertes Online-Casino ist technisch und rechtlich eine Verlängerung des landbasierten Mutterhauses. Das bedeutet: Das Casino am Zürichsee oder in Meyrin betreibt eine eigene Online-Plattform, mit eigenem Personal, eigener Buchhaltung und eigener IT-Infrastruktur, aber unter derselben Konzession. Die Spielbankenabgabe, die jedes landbasierte Casino an die Kantone und den Bund entrichtet, fliesst auch aus den Online-Erträgen.

Spielerisch funktioniert das Angebot ähnlich wie bei internationalen Anbietern: Slots, Tischspiele, Live-Casino. Jackpots listet über 2’500 Casino-Spiele, das Live-Casino wird unter anderem von Evolution und Pragmatic Play beliefert. Mycasino bietet über 3’000 Spiele, mit Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution Gaming als Live-Lieferanten. Die Spielbibliotheken sind also international aufgestellt, was die Technologie betrifft, aber lokal reguliert.
Was die Funktionsweise von ausländischen Angeboten unterscheidet, ist vor allem die Pflicht zur vollständigen Identitätsprüfung. Wer ein Konto eröffnet, muss sich ausweisen, und zwar bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei Jackpots sind nur Personen ab 18 Jahren mit einem verifizierten und aktiven Spielerprofil teilnahmeberechtigt. Wer diese Hürde umgehen will, muss zu einem nicht-konzessionierten Anbieter wechseln, mit allen Konsequenzen für den Spielerschutz und die Besteuerung.
Ein- und Auszahlungen
Die Zahlungsmethoden sind durchwegs lokal: TWINT, PostFinance, Kreditkarten (Visa, Mastercard, teilweise Diners Club und Discover), Banküberweisung, teilweise Apple Pay, paysafecard, Skrill und Neteller. Kryptowährungen sind bei ESBK-lizenzierten Anbietern generell nicht verfügbar.
Die Mindesteinzahlung liegt bei den meisten Anbietern bei CHF 10.-, eine niedrige Einstiegshürde, die allerdings durch die Pflicht zur Identitätsprüfung relativiert wird. Bei Pasino beträgt die Mindesteinzahlung CHF 10.-, der Mindestbetrag für eine Auszahlung sogar nur CHF 0.01. Bei Mycasino liegt der Mindestbetrag für eine Auszahlung bei CHF 10.-, liegt das Guthaben darunter, kann es vollständig ausgezahlt werden. Bei Casineo gilt die CHF 10.–Untergrenze für alle Einzahlungsmethoden gleichermassen.
Gebühren sind bei den meisten Anbietern tabu: Mycasino erhebt weder für Einzahlungen noch für Auszahlungen Gebühren, Casino777 erhebt keine Einzahlungsgebühren, Jackpots berechnet für TWINT-Einzahlungen ebenfalls keine Zusatzgebühren. Die Bearbeitungszeit variiert: Bei Jackpots ist die Banküberweisung die langsamste Methode mit 1 bis 2 Werktagen, während TWINT-Zahlungen sofort verarbeitet werden. Auszahlungen bei Mycasino dauern in der Regel 1 bis 3 Werktage, abhängig vom Wochentag, der Uhrzeit und der Bank.
Ein wichtiger Punkt bei den Auszahlungen: Bei Jackpots erfolgen Auszahlungen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto, das auf den eigenen Namen lautet. Auszahlungen auf Kreditkarte oder Revolut sind ausgeschlossen. Diese Regelung dient der Geldwäscherei-Prävention und ist typisch für das Schweizer Regime.
Willkommensboni und Umsatzbedingungen
Das Bonusmodell ist der Bereich, in dem sich die zehn Anbieter am stärksten unterscheiden. Die Bandbreite reicht von grosszügigen Vier-Stufen-Paketen bis zu einfachen Einzahlungsboni.
Jackpots bietet Neukunden auf die ersten vier Einzahlungen einen Willkommensbonus von insgesamt bis zu CHF 2’200.- sowie 200 Freespins, wobei die erste Einzahlung zu 100% bis CHF 700.- verdoppelt wird. Die Freespins werden ab einer Mindesteinzahlung von CHF 100.- vergeben und sind nur auf ausgewählten Spielen einlösbar. Die Umsatzbedingung beträgt das 30-Fache des Bonusbetrags bei Spielautomaten und das 300-Fache bei Tischspielen, umzusetzen innerhalb einer Frist von standardmässig einem Monat.
Mycasino setzt auf ein kompakteres Modell: 100% auf die erste Einzahlung bis CHF 300.- sowie 200 Freispiele. Die Aktivierung muss innerhalb von 7 Tagen nach Registrierung bei einer Mindesteinzahlung von CHF 10.- erfolgen. Der Bonusbetrag muss innerhalb von 30 Tagen nach Aktivierung 35-mal umgesetzt werden. Die 200 Freispiele sind je CHF 0.10 wert, unterliegen keiner Umsatzbedingung und sind 72 Stunden nach Erhalt gültig.
Die unterschiedlichen Umsatzmultiplikatoren sind kein Detail, sondern der Kern der Frage, was ein Bonus wirklich kostet. Wer bei Jackpots den maximalen Bonus von CHF 700.- auf der ersten Einzahlung holt, muss bei Spielautomaten CHF 21’000.- umsetzen, bevor eine Auszahlung möglich wird. Bei Tischspielen wären es sogar CHF 210’000.-. Bei Mycasino sind es auf den maximalen Bonus von CHF 300.- gerechnet CHF 10’500.- Umsatz. Das ist der Betrag, der durch die Walzen muss, bevor aus Bonusgeld echtes Geld wird.
Rechtslage: Was ESBK-Konzession und Geldspielgesetz bedeuten
Die Schweiz hat sich für ein restriktives Modell entschieden. Im Gegensatz zu vielen europäischen Ländern, die Online-Glücksspiele entweder vollständig verbieten oder über nationale Lizenzsysteme öffnen, erlaubt das BGS Online-Casinos nur als Erweiterung einer bestehenden landbasierten Konzession. Das bedeutet: Keine reinen Online-Betreiber, keine «weissen Listen» ausländischer Anbieter, keine Sonderlizenzen für Start-ups.
Die ESBK (Eidgenössische Spielbankenkommission) ist die zentrale Aufsichtsbehörde für Spielbanken und Online-Casinos. Gespa (bis 2020 Comlot) ist für Lotterien und Sportwetten zuständig. Die ESBK führt die Liste der konzessionierten Online-Casinos, prüft die Sozialkonzepte und kann bei Verstössen Sanktionen bis zum Konzessionsentzug verhängen.
Für Spieler hat dieses System zwei unmittelbare Konsequenzen. Erstens: Wer bei einem nicht-konzessionierten Anbieter spielt, spielt auf eigenes Risiko. Die ESBK stellt klar, dass Spieler nicht strafrechtlich verfolgt werden, aber keinerlei Schweizer Schutz geniessen. Zweitens: Die ESBK führt eine Sperrliste, und Anbieter ohne Konzession werden über DNS-Blockierungen unter Art. 86 BGS vom Netz abgehalten. Das System funktioniert, aber es ist kein perfekter Schutz – wer einen VPN nutzt, umgeht die Sperre.
Werbung unterliegt ebenfalls klaren Regeln (Art. 74 BGS): Sie darf nicht obtrusiv oder irreführend sein, sie darf keine Minderjährigen oder gesperrten Personen ansprechen, und für unlizenzierte Spiele darf gar nicht geworben werden. Eine numerische Bonus-Obergrenze gibt es nicht, die Limits werden über die Umsatzbedingungen und die Sozialkonzepte gesteuert.
Besteuerung von Gewinnen
Die Besteuerung von Casino-Gewinnen folgt einem einfachen Prinzip: Bis zur Freigrenze sind Gewinne aus einem Schweizer konzessionierten Casino steuerfrei, darüber fällt die Verrechnungssteuer an. Konkret bedeutet das für 2026: Bis CHF 1’000’000.- (indexiert, etwa CHF 1.07 Millionen) sind Gewinne steuerfrei, darüber fallen 35% Verrechnungssteuer auf den übersteigenden Betrag an (Art. 24 lit. ibis DBG). Bei Gewinnen aus nicht-konzessionierten oder ausländischen Anbietern entfällt die Freigrenze, sie sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig.
Das ist kein theoretischer Unterschied. Wer regelmässig bei einem ausländischen Anbieter spielt und dort Gewinne erzielt, muss diese in der Steuererklärung deklarieren. Die Praxis zeigt, dass die Steuerbehörden bei Hinweisen aus dem Ausland nachfragen.
Was die Umsatzbedingungen konkret bedeuten
Ein Bonus fühlt sich grosszügig an, wenn die Zahl stimmt. CHF 2’200.- bei Jackpots.ch, 200 Freespins obendrauf – das klingt nach einem Geschenk. Die Realität liegt in den Umsatzbedingungen, und die sind bei ESBK-lizenzierten Anbietern nicht einheitlich.
Nehmen wir das Jackpots.ch-Beispiel: Wer den vollen Ersteinzahlungsbonus von CHF 700.- holt und an Spielautomaten spielt, muss CHF 700.- × 30 = CHF 21’000.- umsetzen. Bei Tischspielen wären es CHF 700.- × 300 = CHF 210’000.-. Der Unterschied ist enorm, und die meisten Spieler werden den grösseren Teil ihres Umsatzes an Slots machen. Die 200 Freespins sind an eine Mindesteinzahlung von CHF 100.- gebunden und nur auf ausgewählten Spielen einlösbar – was die Auswahl einschränkt.
Bei Mycasino.ch mit dem 35-fachen Umsatz: CHF 300.- × 35 = CHF 10’500.- Umsatz. Das ist weniger als die Hälfte des Jackpots.ch-Umsatzes, allerdings auch bei einem niedrigeren Maximalbonus. Die Freispiele dort sind mit je CHF 0.10 bewertet, unterliegen keiner Umsatzbedingung und sind nur 72 Stunden gültig – ein knappes Zeitfenster.
Zeitliche Dimension
Die Frist von einem Monat bei Jackpots und 30 Tagen bei Mycasino ist nicht grosszügig. Wer CHF 21’000.- an Spielautomaten in einem Monat umsetzen will, muss im Schnitt CHF 700.- pro Tag spielen. Bei einem durchschnittlichen Slot-Einsatz von CHF 0.20 pro Spin sind das 3’500 Spins pro Tag, oder etwa 145 Spins pro Stunde über 24 Stunden. Realistischerweise konzentriert sich das Spiel auf wenige Stunden, also liegt der stündliche Umsatz deutlich höher. Die Hausvorteile der Slots fressen dabei einen Teil des Bonuswerts auf, bevor eine Auszahlung möglich wird.
Was am Ende übrig bleibt
Die Frage, die sich jeder Spieler stellen sollte: Was bleibt vom Bonus übrig, wenn die Umsatzbedingungen erfüllt sind? Bei einem 30-fachen Umsatz und einem Slot-Hausvorteil von typischerweise 3-5% verliert der Spieler während des Umsatzes statistisch etwa CHF 630 bis CHF 1’050 des CHF 21’000.-, der durch die Maschinen läuft. Das ist ein erheblicher Teil des Bonus, bevor überhaupt eine Auszahlung in Reichweite kommt.
Der Standortvorteil: Warum die ESBK-Lizenz zählt
Die Schweiz hat ein anderes Verhältnis zu Glücksspiel als viele Nachbarländer. Die landbasierten Casinos sind seit Jahrzehnten etabliert, die Spielbankenabgabe finanziert die AHV, und die politische Debatte dreht sich weniger um das Ob als um das Wie. Das BGS von 2019 hat diese Tradition ins Online-Zeitalter übertragen, mit einem klaren Bekenntnis zur Konzessionsbindung.
Für Spieler bedeutet das: Wer bei einem ESBK-lizenzierten Anbieter spielt, bekommt ein Mass an Schutz, das ausländische Lizenzregime selten bieten. Die Spielsperre funktioniert systemweit, die Auszahlungen sind gesetzlich abgesichert, und die Gewinne sind bis zur Freigrenze steuerfrei. Das ist kein Marketing-Versprechen, sondern die Konsequenz der Konzessionsstruktur.
Die Kehrseite: Die Auswahl ist auf zehn Anbieter begrenzt. Wer ein bestimmtes Spiel sucht, das nur ein internationaler Anbieter im Portfolio hat, wird es hier nicht finden. Wer einen Bonus ohne Umsatzbedingungen sucht, wird ebenfalls kaum fündig – die Anbieter müssen ihre Margen über die Umsatzanforderungen sichern. Und wer Wert auf Kryptowährungen legt, schaut in die Röhre, denn kein ESBK-lizenziertes Casino bietet Bitcoin oder Ether an.
Der jüngste Neuzugang
Casineo, die Online-Erweiterung von Casino Locarno, ist erst seit dem 17.03.2026 online – das jüngste Mitglied im Kreis der zehn. Das zeigt, dass die ESBK auch in jüngster Zeit Konzessionserweiterungen genehmigt, allerdings nur für landbasierte Casinos mit bestehender Bundesbewilligung. Ein neues, rein digitales Casino «aus dem Nichts» wird es unter dem BGS nicht geben.
Detailbetrachtungen: Was die einzelnen Anbieter auszeichnet
Die zehn lizenzierten Anbieter haben unterschiedliche Schwerpunkte, und das liegt nicht nur an den Bonusmodellen. Wer einmal die Gemeinsamkeiten – ESBK-Konzession, CHF-Währung, Sozialkonzept, Spielsperre – abgezogen hat, schaut auf zehn eigenständige Marken mit eigenen Spielbibliotheken, eigenen Partnerschaften und eigenen Designs.
Pasino
Hinter Pasino steht das Casino Meyrin, ein landbasiertes Haus im Kanton Genf. Die Online-Plattform ist seit dem 16. November 2020 aktiv. Pasino akzeptiert für Einzahlungen Twint, Apple Pay, Visa und Mastercard, PostFinance, paysafecard, Neteller und Skrill sowie Banküberweisungen – eine breite Palette, die auch E-Wallets einschliesst. Die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10.-, der Mindestbetrag für eine Auszahlung sogar nur CHF 0.01. Für Spieler, die kleine Beträge flexibel handhaben wollen, ist das ein praktischer Vorteil.
Casino777
Casino777 ist die Online-Erweiterung des Casino Davos, online seit dem 9. September 2019. Der Anbieter akzeptiert Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card sowie Banküberweisung. Ein wichtiger Punkt: Casino777 erhebt keine Einzahlungsgebühren. Bei einem Markt, in dem Gebühren eher die Ausnahme sind, ist das kein Alleinstellungsmerkmal, aber ein Indikator dafür, dass der Anbieter auf Volumen statt auf Margen durch Transaktionskosten setzt.
7melons
7melons gehört zum Grand Casino Bern und ist seit dem 15. September 2020 online. Der Anbieter akzeptiert TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance und Paysafecard. Der Mindestbetrag liegt bei CHF 10.-. Bei PostFinance beträgt der Höchstbetrag CHF 100’000.-, was für High-Roller relevant ist, die grosse Beträge über die Schweizer Banken-Schnittstelle einzahlen wollen.
Mycasino.ch
Mycasino, die Online-Plattform des Grand Casino Luzern, ist seit dem 22. August 2019 aktiv. Der Anbieter fällt durch ein umfassendes Spielerschutz-Paket auf: Einzahlungslimiten, Verlustlimiten, Erinnerungsfunktionen zur Reduktion der Spielzeit, ein Selbsttest sowie Spielpausen und freiwillige Spielsperre. Über 3’000 Spiele stehen zur Verfügung, das Live-Casino wird von Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution Gaming beliefert. Mycasino erhebt weder für Einzahlungen noch für Auszahlungen Gebühren, und die Auszahlungsdauer beträgt in der Regel 1 bis 3 Werktage.
Swiss4Win
Swiss4Win gehört zum Casino Lugano und ist seit dem 1. März 2021 online. Der Anbieter bietet TWINT-Einzahlungen ab einem Mindestbetrag von CHF 10.- ohne Zusatzgebühren an. Die Gutschrift erfolgt sofort, sobald die Zahlung in der TWINT-App bestätigt ist – eine reibungslose Abwicklung für Spieler, die TWINT als Standard nutzen.
Admiral
Admiral, die jüngere Online-Erweiterung von Casino Mendrisio, ist erst seit dem 16. Juli 2025 aktiv. Der Anbieter akzeptiert für Einzahlungen und Auszahlungen Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und Twint. Als relativ neuer Marktteilnehmer hat Admiral weniger Historie als die Pioniere, dafür aber eine aktuelle Plattform-Architektur.
Casineo
Casineo ist das neueste Mitglied im Kreis der zehn lizenzierten Anbieter, online seit dem 17. März 2026, und gehört zum Casino Locarno. Die Mindesteinzahlung beträgt für alle Einzahlungsmethoden CHF 10.-, zu den Zahlungsmethoden gehören TWINT, Kreditkarten und PostFinance. Als jüngster Anbieter fehlt noch die Historie, aber das Profil passt sich in die Standards der ESBK-lizenzierten Casinos ein.
Jackpots
Jackpots, die Plattform des Grand Casino Baden, ist seit dem 5. Juli 2019 online und damit einer der Pioniere. Mit über 2’500 Casino-Spielen und einem Live-Casino von Evolution und Pragmatic Play bietet der Anbieter ein solides Portfolio. Der Willkommensbonus von bis zu CHF 2’200.- auf vier Einzahlungen plus 200 Freespins ist eines der grosszügigsten Pakete im Markt, aber die Umsatzbedingungen (30-fach bei Slots, 300-fach bei Tischspielen) sind anspruchsvoll. Auszahlungen erfolgen ausschliesslich auf Schweizer Bank- oder Postkonten, Kreditkarten-Auszahlungen und Revolut sind ausgeschlossen. Die Banküberweisung benötigt 1 bis 2 Werktage.
Swisscasinos
Swisscasinos gehört zum Casino Pfäffikon und ist seit dem 2. September 2019 aktiv. Der Anbieter akzeptiert für Einzahlungen Kreditkarten (Visa, Mastercard, Diners Club, Discover), TWINT, Apple Pay, PostFinance inklusive E-Finance, paysafecard und Banküberweisung – eine der breitesten Zahlungsmethoden-Paletten im Feld. Über die spielerschutz.swisscasinos.ch-Seite betreibt Swiss Casinos zudem eine zentrale Informationsplattform zum verantwortungsvollen Spielen.
StarVegas
StarVegas, die Online-Plattform des Casino Interlaken, ist seit dem 24. Februar 2020 online. Der Anbieter akzeptiert VISA/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und paysafecard. Die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10.-.
Ausblick: Was sich im Markt verändert hat und ändern wird
Die Liste der zehn ESBK-lizenzierten Online-Casinos ist nicht in Stein gemeisselt, aber Veränderungen sind selten. In den letzten Jahren gab es nur wenige Hinzufügungen: Admiral (Juli 2025) und Casineo (März 2026) sind die jüngsten Neuzugänge. Beide sind Erweiterungen bestehender landbasierter Konzessionen, keine neuen Konzessionen.
Die ESBK prüft Anträge auf Konzessionserweiterungen sorgfältig, und die Hürden sind hoch. Ein landbasiertes Casino muss nachweisen, dass es die technischen, personellen und finanziellen Ressourcen hat, um auch online zu operieren. Das schützt die bestehenden Anbieter, schränkt aber gleichzeitig den Wettbewerb ein.
Für Spieler heisst das: Die Auswahl wird mittelfristig bei zehn Anbietern bleiben. Wer mit einem Anbieter unzufrieden ist, hat neun Alternativen, aber keinen unbegrenzten Markt. Die Qualität der einzelnen Plattformen – Spielbibliothek, Benutzerfreundlichkeit, Bonusbedingungen, Kundenservice – wird daher zum eigentlichen Differenzierungsmerkmal.
Häufig gestellte Fragen
Welche Kriterien entscheiden, ob ein Online-Casino in der Schweiz legal Kundinnen und Kunden bedienen darf?
Entscheidend ist die ESBK-Konzession als Erweiterung einer bestehenden landbasierten Bundesbewilligung. Nur zehn Anbieter erfüllen diese Voraussetzung; die ESBK führt eine öffentliche Liste. Alle weiteren Merkmale – Spielerschutz, Zahlungsmethoden, Bonusbedingungen – folgen aus dieser Konzession.
Wie lässt sich die Aufsicht der ESBK über einen einzelnen Anbieter nachvollziehen?
Die ESBK führt eine öffentliche Liste der konzessionierten Online-Casinos mit Lizenzdatum und landbasiertem Mutterhaus. Zudem veröffentlicht die Behörde Sanktionsentscheide und Prüfberichte. Wer prüfen will, ob ein Anbieter aktuell zugelassen ist, findet auf der ESBK-Webseite die verbindliche Übersicht.
Wie wirkt sich eine bestehende Spielsperre auf den Zugang zu allen lizenzierten Anbietern aus?
Eine Spielsperre gilt systemweit für alle konzessionierten Spielbanken in der Schweiz und seit Januar 2025 auch in Liechtenstein. Sie kann nicht umgangen werden, indem man zu einem anderen ESBK-Anbieter wechselt. Die Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich und nur, wenn der Sperrgrund entfällt.
Welche Einzahlungslimiten lassen sich bei einem lizenzierten Anbieter selbst festlegen?
Jeder ESBK-Anbieter muss Einzahlungs-, Verlust- und teilweise Sitzungslimiten anbieten. Die konkrete Umsetzung variiert: Jackpots erlaubt etwa ein wöchentliches Limit von CHF 50.-, Mycasino bietet ein breiteres Spektrum. Zusätzlich gibt es obligatorische Eingriffe, wenn Spieler durch häufiges Spiel oder hohe Einsätze auffallen.
Bleiben Gewinne bei einem ESBK-lizenzierten Anbieter bis zur Freigrenze steuerfrei?
Ja. Bis zur Freigrenze (etwa CHF 1.07 Millionen für 2026) sind Gewinne aus Schweizer konzessionierten Casinos steuerfrei. Darüber fällt die Verrechnungssteuer von 35% auf den übersteigenden Betrag an. Bei ausländischen oder nicht-konzessionierten Anbietern entfällt die Freigrenze, dort sind Gewinne ab dem ersten Franken steuerpflichtig.
Erstellt vom Redaktionsteam „Casino Freispiele Hub”.
